Zettel - Salzburger, Bayreuther etc. Festpiele und worum es eigentlich geht...
Bildquelle: Karl Baumann - Auslagefenster einer Unterwäsche-HändlerIn
Eitelkeit als Reflex zu Kunst als Produkt von Form, deren Enthusiasmus sich auf die Produktion von Schönheit be-schränkt. Dort, wo Kunst ohne Inhalt und Bezug zur Kultur bleibt – als reine Darstellung von etwas – , da ist die Selbstdarstellung leicht Resultat, nahe an der Schönheit. Das Bild wird zum Bildnis. Das Bildnis wird zur Anleitung für die selbst wahrgenommene Abbildung.
Das Bild zeigt Effekt, als es Aktion hat. Eitelkeit als der Versuch, sich besser Darzustellen, wie andere, Eitelkeit als etwas, das sich klar in Bezug (Reflex) stellen lässt. Als bewusster Versuch, der Norm zu entsprechen, als solches kann es nur Form und Prozess (kein Inhalt) „be-inhalten“. Es bevorzugt eine reine Ästhetisierung, ohne Kontext. Eitelkeit als totalitäres Element, weil es ausschließend ist und entgegen der Akzeptanz von Vielfalt und somit dem Ich frönt, als „wie es ist“, im Unterschied zu einer Kultivierung des selbst. Eitelkeit als „Bin ich denn auch schön und Schöner als die anderen“. Eitelkeit ist eine „Entgegnung“, eine Produktion von „Besser-Sein“, als Rivalität bzw. als Entsprechung ohne Charakter, ohne Meinungsbildung.
Hingegen Kultivierung als ein sich selber „Hinrichten“ für ein „in Bezug treten“ zu anderen, eine Notwendigkeit für eine offene Begegnung verstanden wäre.
am 26.07.2007 13:13





