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08.01.2009
Herceptin – ein monoklonaler...
Innovative Pharmaforschung, Gentechnologie und Stammzellenforschung (32 Beiträge online)
In loser Folge wird darüber berichtet, was auf dem Gebiet der Gentechnologie, der Stammzellenforschung und über innovative Pharmaforschung für ein kritisches Publikum „berichtenswert“ ist.

eZine von Alfred Rhomberg

Innovative Pharmaforschung, Gentechnologie und Stammzellenforschung - Herceptin – ein monoklonaler Antikörper gegen Brustkrebs.

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Innovative Pharmaforschung, Gentechnologie und Stammzellenforschung - Herceptin – ein monoklonaler Antikörper gegen Brustkrebs. - Bild eines Antikörpers - Original work of the US Federal Government, Illustration by David S. Goodsell (Schwere Ketten: rot, leichtere Ketten: gelb)
Bildquelle: Bild eines Antikörpers - Original work of the US Federal Government, Illustration by David S. Goodsell (Schwere Ketten: rot, leichtere Ketten: gelb)

Was sind monoklonale Antikörper?

Monoklonale Antikörper sind spezialisierte und zielgerichtete Antikörper, die mit Hilfe biotechnologischer Verfahren synthetisch hergestellt werden. Ihre wichtigste Eigenschaft ist, natürliche Abwehrprozesse des Körpers gegen die Krankheit aktivieren zu können.

Antikörper sind Eiweißmoleküle, die vom Immunsystem als Antwort auf eine fremde Substanz (z. B. Fremdkörper, Krankheitserreger) hergestellt werden, bzw. Substanzen, die eine Immunreaktion hervorrufen können (Antigene) und normalerweise von bestimmten weißen Blutkörperchen, den B-Lymphozyten im Körper hergestellt werden.

Mit dem neuen Medikament Herceptin ist ein Antikörper verfügbar, der sich gezielt gegen den HER-2-Rezeptor richtet, allerdings tragen leider nur ein Viertel aller Frauen, die an Brustkrebs erkranken, diesen Rezeptor an der Tumoroberfläche – dies kann aber bei der Diagnose „Brustkrebs“ festgestellt werden. Bei diesen Frauen werden die natürlichen körpereigenen Abwehrkräfte zusätzlich aktiviert und es werden vermehrt „Killerzellen“ gebildet. Eine anfänglich befürchtete Nebenwirkung einer Herzschädigung konnte inzwischen durch weitere Studien entkräftet werden.

Das Medikament ist inzwischen EU-weit auch im Frühstadium von Brustkrebs vom Europäischen Expertenausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) empfohlen worden.

“Die Ergebnisse von vier groß angelegten Studien sprechen für sich: Die Anwendung von Herceptin im Frühstadium verringert das Rückfallrisiko und bietet Patientinnen, die an einer extrem aggressiven Form von Brustkrebs leiden, die besten langfristigen Überlebenschancen”, kommentierte Ed Holdener, Leiter von Global Pharma Development bei Roche.

Bei Frauen mit „positivem HER-2 Brustkrebs“ kann die Überlebensrate nach einer Chemotherapie um ca. 46 Prozent gesteigert werden.

(Alfred Rhomberg)


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Innovative Pharmaforschung, Gentechnologie und Stammzellenforschung - INHALT

nach Popularität
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(26.04.2008) Stand der Alzheimer Forschung heute
(29.04.2008) Teil I - Zentrales und autonomes Nervensystem und Pharmaka die diese Nervensysteme beeinflussen - Beruhigungsmittel (Sedativa).
(12.04.2008) Ansätze zur Parkinson-Therapie mit Stammzellen und Gentechnologie
(13.04.2008) War die Erfindung von Aspirin “innovativ“ ? – Braucht man wirklich immer neue Arzneimittel? - Der Versuch einer Abgrenzung.
(08.08.2008) HIV – ein neuer Forschungsansatz
(12.03.2008) Einführung zur Gentechnologie (I) - Kritische Überlegungen
(30.04.2008) Teil II – Antidepressiva
(20.05.2008) HIV – die bisher schwierigste Herausforderung aller Biowissenschaften.
(02.04.2008) Ethische Betrachtungen zur Gentechnik- und Stammzellenforschung
(09.08.2008) HIV – antiretrovirale Kombinationstherapien
(28.12.2008) Alzheimer - erfolgreiche Versuche mit transgenen „Alzheimer-Mäusen“
(16.04.2008) „Ötzis“ Zwischenruf zur Ethikdebatte
(20.04.2008) DNA und Doppelhelix – der biochemische Code des Lebens
(23.10.2008) Ein umstrittenes Gesetz macht seinen Weg – England erlaubt Chimären
(28.03.2008) Stammzellenforschung und therapeutische Ansätze
(09.11.2008) Könnten Mammuts vielleicht einmal auferstehen?
(18.09.2008) Neue Ansichten über die Entstehung der Genomstruktur
(30.05.2008) Die Patentsituation biotechnologischer Erfindungen – und ein Nachtrag zu meinem Text v. 30.5.2008
(03.10.2008) Migräne: Zolmitriptan ist ein neues innovatives Arzneimittemittel
(24.06.2008) Drug Design – Arzneimittel am „Reißbrett“ konstruieren
(12.03.2008) Einleitung zu einer schwierigen Thematik
(14.10.2008) Ein neuer und ethisch unbedenklicher Weg menschliche Stammzellen zu gewinnen
(07.05.2008) Herceptin – ein monoklonaler Antikörper gegen Brustkrebs.
(06.05.2008) Bevacizumab – ein neuer Wirkstoff gegen Krebs und ein Beispiel für innovative Arzneimittelforschung
(30.05.2008) Darmkrebs: Gute Chancen für die Entwicklung eines Bluttests - allgemeine Gedanken zur Entwicklung solcher Tests.
(25.03.2008) ACE Hemmer: ein Beispiel für innovative Pharmaforschung
(14.03.2008) Was ist "innovative" Pharmaforschung? - Allgemeine Betrachtungen
(11.04.2008) In Deutschland wurde das Stammzellengesetz gelockert
(24.05.2008) Innovative Forschung führt zu risikoärmeren Immuntherapeutika
(08.04.2008) Trail - ein körpereigenes Eiweiß, das Krebszellen in den Selbstmord treibt
(29.04.2008) „Alzheimer“ – mit PET frühzeitig erkennen (copyright des Beitrags: MedAustria)
nach historischer Entwicklung
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