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08.01.2009
Geteilter Sieg bei der High ...
Pörtschach am Wörther See (1 Beiträge von 1 PublisherInnen online)
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Pörtschach am Wörther See - Geteilter Sieg bei der High Fly Trophy in Maria Wörth

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Pörtschach am Wörther See - Geteilter Sieg bei der High Fly Trophy in Maria Wörth - reitsportnews.at - Sie war die Queen mit Dancing Queen: Julia Kayser aus Tirol siegte im Championat des Landes Kärnten vor Sabine Seeburger Schranz aus Niederösterreich und Manfred Müller aus der Schweiz
Bildquelle: reitsportnews.at - Sie war die Queen mit Dancing Queen: Julia Kayser aus Tirol siegte im Championat des Landes Kärnten vor Sabine Seeburger Schranz aus Niederösterreich und Manfred Müller aus der Schweiz

Markus Renzel / GER und Thomas Gebath / AUT teilen sich den Sieg in der High Fly Trophy

Es ging schon unter Tags rund in der Nähe des Parcoursplatzes des Reitsportzentrums Maria Wörth, doch der Abend schlug alles. Bewaffnet mit Decken, dicken Jacken und zum Teil auch heißen Getränken pilgerten die Kärntner und urlaubende Gäste aus dem Ausland auf die hochgelegene Anlage um möglichst bald einen guten Aussichtsplatz für die Mächtigkeit und das anschließende Feuerwerk zu ergattern. Knapp vor dem Highlight des Abends kam man schon nur mehr schwer durch die Reihen, der Hügel hinauf zur malerischen Kirche war voll besetzt und auch die ReiterInnen fanden sich geschlossen am Parcoursplatz ein um ihre mutigen KollegInnen kräftig anzufeuern.

Klatschen konnten heute alle mehr als genug, denn einerseits hatte sich mit 12 TeilnehmerInnen ein großes Starterfeld für die Teilnahme an der High Fligh Trophy angemeldet und andererseits waren wahrliche SpezialistInnen unter ihnen, die sogar die Endhöhe von 2,10 m mühelos meisterten. Den Sieg teilten sich am Ende zwei sprunggewaltige Pferde mit ihren mutigen Reitern: Markus Renzel (GER) auf dem 12-jährigen Conally und Thomas Gebath (AUT) auf seiner 13-jährigen Irländer Rappstute Horseshops Cindarella hatten die mächtige Mauer locker übersprungen. Am dritten Platz standen zwei weitere Publikumslieblinge: Der charmanten Amazone Sabine Seeburger-Schranz (NÖ) und ihrer erst 7-jährigen Westfalenstute Pique Madame war der tobende Applaus ebenso sicher wie Lokalmatador Christian Knoll und Fuchswallach Mad Maxx.

Für Schrecksekunden hatte Matthias Raisch mit seinem Up to Date gesorgt: Die beiden hatten sich locker für das finale Stechen qualifiziert, kamen bei der Landung zu Sturz und im ersten Moment war nicht ganz klar, ob sich der Österreicher ernsthaft verletzt hatte. Doch nach ein paar Schrecksekunden stand er wieder, der immer zu Scherzen aufgelegte österreichische Neuzugang – das Publikum reagierte mit erleichtertem Applaus.

Das beste Viertel der 28 TeilnehmerInnen durfte im zweiten Umlauf starten und diese sieben jungen Nachwuchsstars kämpften ehrgeizig und mit viel Risiko um den heißbegehrten Sieg des European Youngster Cup der Kategorie S 2Stern. Der Sieger war ein würdiger: Jan Sprehe (GER) ritt eine gigantische Linie – eine, die sich kein anderer zu reiten getraut hatte. Den Sieg holte sich der 23-Jährige dabei wohl, indem er den logischen Weg, die Kombination nach der Triplebarre von der rechten Hand zu nehmen, anders anlegte: Eine fast unmöglich scheinenden Rechtswendung direkt nach der Triplebarre und sofort wieder mit einer Spitzkehre links angesetzt auf die Kombination. Rittig präsentierte sich sein Polydor-Nachkomme Paganini, die beiden zogen ohne eine Unsicherheit, einer Lehrrunde gleich über die 1,45 Meter hohen Hindernisse zum Sieg.

Mit jeweils vier Fehlerpunkten platzierten sich die Schweizer Simon Bürki auf Quanta Costa (4/40,26) auf Platz 2 und Romeo Syfrig mit Scally (4/42,28) auf Rang drei.

Das beste österreichische Ergebnis brachte einmal mehr Christian Fries. Der junge Steirer war schon gestern Fünfter und sprang heute mit L’escale ebenfalls auf Platz fünf.

Mit Dancing Queen war sie die Queen

Julia Kayser und ihre 11-jährige Corland-Tochter machten heute im Championat des Landes Kärnten ihre Sache einfach gut. So gut, dass am Ende keiner mehr an Ihnen vorbei kam: In engsten Linien die Hindernisse nehmend, wurden die beiden ihrem Namen gerecht und tanzten förmlich über die 1,50 Meter hohen Stangen des von Parcourschef Christoph Bödicker (GER) und seinem Assistenten Franz Madl ( AUT) designten Championatsparcours.

Versucht hätten es da wohl 13 andere. Darunter so klingende Namen wie: Der gestrige AVR Classics Sieger Daniel Deusser (GER), der Sieger des Championats von Salzburg Kevin Staut (FRA), Nationenpreisreiter Jur Vrieling (NED), James Wingrave (HUN), Jürgen Mayer (GER), Ralf Runge (GER), Anton Martin Bauer (AUT), Manfred Müller (SUI), Wolfgang Ötschmaier (AUT), Jan Sprehe (GER), Alexander Schill (GER), Annett Willems (NED) oder Sabine Seeburger-Schranz (AUT). Die Niederösterreicherin war jedoch zum Schluss die Einzige, die der flotten Tirolerin noch das Wasser hätte reichen können. Unter den energischen Zurufen von Anton Martin Bauer versuchte Sabine Seeburger-Schranz als letzte Starterin im Stechen noch ordentlich aufs Tempo zu drücken und mit ihrem vermögenden Quartz van de Nieuwmolen fehlerfrei zu bleiben. Am Ende reichte es zwar knapp nicht für den Sieg aber das Publikum feierte die Beiden begeistert für ihren Einsatz, den erreichten zweiten Platz und die österreichische Doppelführung, den das Duo mit seinem fehlerfreien Ritt in 38,23 Sekunden fix gemacht hatte.

Niederländer siegte mit atemberaubendem Ritt in der Top-Cup Trophy

In der Top-Cup Trophy gingen 45 StarterInnen über den 1,40 Meter hohen Parcours. 17 von Ihnen schafften durch einen fehlerfreien Ritt im Grundumlauf den Einzug in das Stechen in dem sich einer der Top-ReiterInnen der Niederlande durchsetzte. Und als ob sie es abgesprochen hätten, tauschten sich zwei Aktive mit ihren Plätzen an der Spitze ab: Jur Vrieling pilotierte seinen 9-jährigen Zangersheidewallach Alwin Z souverän über den Parcours, wählte immer die innerste Linie und ritt mit der schnellsten fehlerfreien Zeit von 30,06 Sekunden nach seinem zweiten Platz im Eröffnungsspringen heute zum Sieg. Rüdiger Renner (GER), der Sieger des Eröffnungsspringens hingegen, sprang heute mit seiner Brandenburgerstute Sunlight in 30,38 Sekunden auf den zweiten Platz. Am dritten Rang stand der Sieger der gestrigen Regenschlacht um die AVR Classics, Daniel Deusser. Der junge Deutsche kam mit Tristan, einem 8-jährigen Holländerwallach von Nassau, auf Platz drei. Die besten zwei Österreicher waren heute Anton Martin Bauer (AUT) auf Pepperoni (0/31,70/St) am fünften Rang und Roland Englbrecht, der auf Lassergut Cinnamon (0/32,63/St) mit dem sechsten Rang seine dritte Platzierung im dritten Start erreichte.

Zweiter Sieg für die überragende Steirerin Gudrun Pirker und ihren Wallach Woodstock

Für die im Anschluss stattfindende TPA Horwath Amateur Tour Gold blieb der Parcours derselbe, lediglich die Hindernisse wurden von 1,15 auf 1,25 Meter erhöht. Als „Wiederholungstäterin“ im positiven Sinne entpuppte sich Gudrun Pirker (AUT). Bereits gestern hatte das Remus Racing Ladies Teammitglied ihre Stärke und Schnelligkeit gezeigt und das Eröffnungsspringen der TPA Horwath Amateur Tour Gold gewonnen. Und auch am heutigen Tag pilotierte die Steirerin ihren 12-jährigen in Österreich gezogenen Wallach Woodstock 17 in fehlerfreien 57,39 Sekunden über den Parcours und damit zum zweiten Sieg in Folge. Top in Form präsentierten sich auch Andreas Mühlstätter (AUT) mit seinem Lauritz J-Nachkommen TK Laurin J am zweiten Platz, die Nachwuchsreiterin aus Kärnten Katrin Kurat landete mit ihrer 8-jährigen Westfalenstute auf Rang drei und Vierte wurde Petra Mylius (AUT) mit ihrem 15-jährigen Holsteinerwallach Archibald 4.

Bei den AmateurInnen setzte sich Rudolf Schwarz auf Corleone durch

Bahn frei für die AmateurInnen, die am dritten Tag der Wörthersee Classics nach den überstandenen Unwettern des Vortages den Beginn machten. Aufgeteilt in zwei Kategorien, starteten zuerst die der Silver Tour über eine Höhe von 1,15 Meter. Ohne Fehler blieb jedoch nur ein Starter: Der gestern schon zweitplatzierte Niederösterreicher Rudolf Schwarz blieb mit seinem 8-jährigen Holsteinerschimmel Corleone 0041 in 80,79 Sekunden fehlerfrei und verwies damit Bassil Kalai (SYR) mit dem 14-jährigen Westfalenfuchswallach Gordon 299 auf Platz zwei (4/64,93). Die Siegerin des gestrigen Springens, Daniela Raisch (AUT), wurde mit dem erst 6-jährigen Hors La Loi II – Nachkommen V.I.P. N heute Dritte (4/76,22).


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