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Graz - Kraft oder List?
Im Rahmen der FIVB-World-Tour in Klagenfurt wird der Geschlechterkampf im Beachvolleyball untersucht
Männer versuchen es mit Kraft, Frauen gebrauchen Tricks – das alte Klischee vom Geschlechterkampf findet scheinbar nicht nur im Alltag, sondern auch am Sportplatz statt. Rechtzeitig zur FIVB-World-Tour in Klagenfurt, dem letzten großen Beachvolleyball Event vor den Olympischen Spielen in Peking, zeigt eine Studie die Unterschiede zwischen männlichen und weiblichen Beachvolleyballprofis auf. Das Forschungsprojekt des Instituts für Sportwissenschaft der Karl-Franzens-Universität Graz – in Kooperation mit dem Institut für Maschinelles Sehen der TU Graz – bestätigt, dass im Beachvolleyball Männer und Frauen auf unterschiedliche Weise den Erfolg suchen.
Projektleiter Markus Tilp erklärt: „Wir haben in den vergangenen zweieinhalb Jahren mit Hilfe von Datenbanken und Methoden aus der Bilderkennung tausende Spielaktionen professioneller BeachvolleyballerInnen, vom ‚Service’ bis zum ‚Blocken’, analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass die Männer lieber Techniken wählen, bei denen Kraft und Athletik im Vordergrund stehen, während ihre Kolleginnen eher versuchen, ihre Gegnerinnen mit Tricks und exakt platzierten Bällen in Schwierigkeiten zu bringen“.
Die Qualität der Einzelaktionen war, so Tilp, bei Profis beider Geschlechter sehr ähnlich. Unterschiede konnten nur in zwei Spielelementen („Service“ und „Angriff“) gefunden werden, in denen die Herren durch mehr Risiko zwar öfter zum schnellen Erfolg kamen, dadurch jedoch auch mehr direkte Fehler machten. Allerdings konnte nicht geklärt werden, ob die beobachteten Differenzen zwischen Männern und Frauen auf anatomische, physiologische oder sonstige Unterschiede zurückzuführen sind. Zur Weiterführung der Forschungsarbeiten des vom Wissenschaftsfonds (FWF) unterstützten Projekts werden Anfang August wieder Videoaufnahmen im Rahmen der FIVB-World-Tour in Klagenfurt gemacht.
am 22.07.2008 17:44







